Bei der Durchsicht unserer Dokumente war uns aufgefallen, dass die Ledigkeitsbescheinigung meines Mannes falsch ausgefüllt war. Möglicherweise kein gravierender Fehler. Doch selbst ich mit meinen bescheidenen Französischkenntnissen konnte erkennen, dass die Felder „Sohn von (…) und von (...)“ leider nicht mit den Namen seiner Eltern sondern mit seinem Namen ausgefüllt war. Die Standesbeamtin hatten uns war versichert, dass wir das Dokument erstmal an das Oberlandesgericht schicken sollten und sie dort entscheiden lassen sollten, ob sie das Dokument anerkennen oder nicht. Neu beantragen sollten wir die Ledigkeitsbescheinigung bis dahin nicht. Doch die Beantragung eines neuen Dokuments hätte uns wahrscheinlich wieder sechs Monate gekostet. Nach einem Jahr hin und her, dem ganzen Ärger mit den Dokumenten und so weiter, wollte ich nicht mehr darauf hoffen. Da mein Onkel in Dänemark lebt, beschlossen wir doch in Dänemark zu heiraten. Zumal ich meinen Onkel und meine Tante unbedingt bei meiner Hochzeit dabei haben wollte – ob sie nun nach Deutschland kämen oder wir zu ihnen fahren würde, wäre da ja kein großer Unterschied gewesen. Die große Feier hatten wir gedanklich sowieso ins neue Jahr und die Sommerzeit verlegt. Mein Onkel kümmerte sich von Dänemark aus um alles und als er geschäftlich verreisen musste übernahm sein Angestellter John diese Aufgabe. Nach 8 Wochen bekamen wir dann Bescheid, dass wir persönlich vor stellig werden sollten. Gesagt getan – bei einem der schlimmsten Schneestürme des Jahres fuhren meine Eltern, mein Mann und ich Anfang letzten Jahres nach Dänemark. Dort legten wir die Dokumente im Original vor und uns wurde mitgeteilt, dass wir vier Tage in Odense verbringen müssten (damit wir im Notfall erreichbar wären). Da mein Onkel mit seiner Familie immer noch auf Geschäftsreise war, konnten mein Mann und ich dort die Tage verbringen.So konnten wir das Geld für den ein Hotelzimmer oder Ferienhaus sparen und nutzten die Zeit für einen schönen Urlaub in Dänemark.
|
|||



